Mittwoch, 27. Juli 2016

Bienen - Die Seele des Sommers

Die Bewunderung für die komplexen Abläufe und die perfekte Organisation in den Kolonien unseres kleinsten Haustiers drückt sich seit jeher in den Mythen und Überlieferungen der Völker unserer Erde aus. Während moderne Wissenschaft in anderen Bereichen die Natur oft entzaubert hat, liefert sie uns bis heute überraschende Einsichten in das Wesen der Honigbienen und deren Bedeutung für unsere Nahrungsgrundlagen. Ein Sommer ohne Bienen wäre ein Sommer ohne den ästhetischen Genuss von Blüten und Blumen, aber auch ein Sommer mit massiven Ernteausfällen. Ein Verschwinden der Bienen wäre eine ökologische Katastrophe.

Dienstag, 10. Mai 2016

Hitchcock - Die Bienen (Remake)


Ende August. Die Spätsommersonne verdrängt den kühlen Morgennebel und es sollte ein herrlicher Tag zum Feiern werden. Ein Anwalt mit 18 Begleitern auf einer Partydraisine, gute Laune, Junggesellenabschied. Aber der Horror entwickelt sich schleichend: Auf der Hinfahrt ein Hinweisschild: Vorsicht Bienen. "Caw! Caw!"? Halt, falsch, es war nicht der Rabe! "Summ! Ssumm!" - dunkel, drohend.  Auf der Rückfahrt dann das blanke Entsetzen. Der wilde, heimtückische, mordlustige Angriff des Bienenmobs erfolgt unerwartet, ohne Ankündigung, aus dem Untergrund - Unmengen von Bienen fallen über die wehrlosen Ausflügler her - Stiche - Entsetzen - Panik - Flucht! Spannung, Erschütterung, die Geschichte übertrifft alles, was man sich bisher über Bienen vorstellen konnte. Wie konnte das passieren? 

Montag, 18. April 2016

That's Science, not Fiction!


Amerikaner wollen mit Robobees die Bestäubung der Nutzplanzen sicherstellen. Mit einem Budget von 10 Millionen Dollar entwickeln Harvard-Wissenschaftler seit 2013 eine Bienendrohne, die die Bestäubung der landwirtschaftlichen Nutzpflanzen sicherstellen soll. Die Roboterbiene wird gegen Pestizidduschen immun sein, so die frohe Botschaft der Harvard Forscher. Der fliegende Miniaturroboter “Robobee” wurde in den Medieninformationen der amerikanischen Eliteuniversität ausdrücklich als zukünftige Alternative zur echten Honigbiene vorgestellt.

Mittwoch, 13. April 2016

Mao und Monsanto - menschliche Hybris als Grund für das Bienensterben


“Aus Erfahrung wird man klug”. Solche Volksweisheiten gelten vielleicht für private Katastrophen aber nicht für das kollektive Handeln. Ökologische Vernunft versagt immer dann, wenn die Gier nach Ruhm, Macht oder Geld Verantwortung und Rücksichtnahme verdrängen. Das Bienensterben ist ein Paradebeispiel.

Mittwoch, 30. März 2016

Bienen und Kinder näher bringen



Rechtschreibschwäche, Dyskalkulie, ADS-Syndrom sind die Schlagwörter, mit denen Kritiker aller Couleur gerne in die Diskussion um den Bildungs(zu)stand unserer Kinder einfallen. Der amerikanische Autor und Umweltaktivist Richard Louv hat ein weiteres “Buzzword” kreiert: NDS - Natur Defizit Syndrom. In der Einleitung zu seinem Buch “Das letzte Kind im Wald” schreibt er: “Als Junge wusste ich nicht, dass mein Wald mit allen anderen Wäldern ökologisch vernetzt war. Niemand sprach in den Fünfzigerjahren über sauren Regen, Ozonlöcher oder globale Erwärmung. Aber ich kannte meinen Wald und meine Felder. Ich kannte jede Bachbiegung und jede Kuhle in den ausgetretenen Sandwegen. Selbst in meinen Träumen war ich in diesem Wald unterwegs.” Ein Kind heute, so seine Klage, weiß mehr über den Regenwald und dessen Gefährdung als über die Natur in seiner unmittelbaren Umgebung.

Sonntag, 13. Dezember 2015

Aberglauben und Bienenhexerei

In der Bienenliteratur des 18. Jahrhunderts begnügen sich die Autoren nicht damit, ihr damals gültiges Bienenwissen weiterzugeben. Ihr Einsatz gilt auch dem Kampf gegen ein Ungeheuer, das "...seit dem die Welt steht, leider seinen schwarzen Thron auf Gottes Erdboden aufgeschlagen hat". Gemeint ist der "schändliche Saamen des Aberglaubens", der leider auch die Bienenbehandlung "durchstreuet" habe, wie es in einer verbreiteten Bienenlehre bildhaft heißt. *

Montag, 23. November 2015

Bienenmythen und Bienenmärchen der griechischen Antike

Bienengöttin - Goldplakette aus den 7. Jhd  v. Chr. (Rhodos)
In einer Zeit, die eher den materiellen und wirtschaftlichen Wert der Dinge betont, sind es die substantiellen Erzeugnisse Honig und Wachs und die "Dienstleistung Nutzpflanzenbestäubung", die uns in puncto Bienen am meisten interessieren. Außer Kerzenschein und Honigbrötchen verdanken wir den Insekten auch einen üppigen kulturellen Schatz. Fast jede Kultur überlieferte eine tiefe Verehrung der Menschen für Bienen, zum Beispiel die der alten Griechen.